Requiem in der Schottenkirche (10. September 1883)

Text: Johannes Feichtinger, Johann Heiss, Johanna Witzeling

Nachdem der neue, von Heinrich von Ferstl entworfene Hauptaltar der Schottenkirche bereits am 9. September 1883 eingeweiht worden war (vgl. Stift Schotten 1883: 37; Bienkowski 1983: 416), zelebrierte Ernst Hauswirth, der Prälat des Schottenstiftes, am Morgen des 10. September ein Requiem für Graf Ernst Rüdiger von Starhemberg (der in der Krypta beigesetzt ist), Andreas von Liebenberg und alle 1683 gefallenen Verteidiger Wiens. Das Requiem in der Schottenkirche war nur eine von vielen kirchlichen Initiativen anlässlich des 200-jährigen Jubiläums des Entsatzes von Wien.

Unter den Anwesenden waren Vertreter des Wiener Gemeinderats, der Generalität sowie viele pensionierte Offiziere. Nach dem Gottesdienst legte der Wiener Bürgermeister Eduard Uhl einen Lorbeerkranz auf den Sarg des in der Gruft ruhenden Rüdiger von Starhemberg (siehe “Starhemberg-Sarkophag”).

» Literatur

Bienkowski, Wieslaw (1983): Wien und Krakau 1883. Die Feierlichkeiten zum 200-jährigen Jubiläum. In: Studia Austro-Polonica 3. Warschau/Krakau, 401–439.

Stift Schotten (1883): Die Kirche unserer lieben Frau zu den Schotten in Wien und der neue Hochaltar welcher zur dankbaren Erinnerung an die vor zweihundert Jahren erfolgte Rettung Wiens am Feste Maria Namen 1883 geweiht wurde. Wien.