Krakau, Rosenkranzkapelle

Text: Anna Ziemlewska

Die Rosenkranzkapelle befindet sich in der Dominikanerkirche in Krakau und wurde in den Jahren 1685–1688 errichtet. Sie wurde zum Dank für den erfolgreichen Entsatz Wiens von den Bürgern der Stadt gestiftet und enthält ein Gemälde, das dem Marienbild aus der Basilika Santa Maria Maggiore nachgebildet ist.

» Zum Dank für den Entsatz Wiens

Die Dominikanerkirche in Krakau befindet sich an der Ecke ul. Dominikańska und ul. Stolarska im Zentrum der Stadt und ist seit dem Jahr 1222 nachgewiesen.

Nachdem Wien im Jahr 1683 erfolgreich entsetzt worden war, stifteten die Krakauer Bürger als Dank dafür die Rosenkranzkapelle. Die Umsetzung des Projektes überwachten die Priester der Rosenkranzbruderschaft – eine von den Dominikanern im 15. Jahrhundert gegründete Laienbruderschaft – Laurenty Sadowski und Anastazy Cięszkiewicz. Im neuen Gebäude brachte man ein Gemälde der Mutter Gottes des Rosenkranzes unter, das schon seit Anfang des 17. Jahrhunderts als „Schutzschild“ von Krakau angesehen wurde. Das Gemälde ist der Ikone der Maria Schnee aus der Basilika S. Maria Maggiore nachgebildet. Diese wurde während der Kriege gegen das Osmanische Reich in Gebeten angerufen und ihrer Fürsprache soll der Sieg über den Gegner zu verdanken gewesen sein. (Rożek 2008: 60)

In der Krypta unterhalb der Kapelle liegen seit dem Jahr 1983 die Mutter Jan Sobieskis, Zofia Teofila Daniłowiczówna (1607–1661) und sein Bruder Marek Sobieski (1628–1652) begraben. (Wikipedia: Bazylika Świętej Trójcy w Krakowie)

» Literatur

Rożek, Michał (2008): Zwycięstwo Jana III Sobieskiego pod Wiedniem. Echa wiktorii, Kraków.

Wikipedia: Bazylika Świętej Trójcy w Krakowie, 10.11.2011.