Warschau, St.-Kasimir-Kirche der Benediktinerinnen vom Heiligsten Sakrament

Text: Anna Ziemlewska

Die Warschauer St.-Kasimir-Kirche (kościół św. Kazimierza) mit der Klosteranlage für die Benediktinerinnen wurde von Maria Kazimiera, der Gattin König Jan III. Sobieskis, zum Dank für die gewonnene Schlacht bei Wien gestiftet. Das Bauwerk wurde in den Jahren 1688–1693 vom niederländisch-polnischen Architekten Tylman van Gameren errichtet.

» Eine Klosteranlage als Votivgabe

Die klösterliche Anlage am Neustädtischen Markt (Rynek Nowego Miasta) wurde von Maria Kazimiera Sobieska als Votivgabe aus Dankbarkeit für die glückliche Heimkehr ihres Gatten vom Wiener Feldzug gestiftet. Die Königin führte die Benediktinerinnen-Schwestern aus ihrer Heimat Frankreich ein. Dabei handelt es sich um einen Ordenszweig, der sich die ewige Anbetung des Heiligsten Sakraments zur Hauptaufgabe macht. Das Kloster wurde von Maria Kazimiera reich ausgestattet. Die Königin besuchte die wahrscheinlich nach ihrem zweiten Vornamen benannte Klosterkirche sehr oft. Diese wurde außerdem zur Ruhestätte von zwei Frauen der Sobieski-Familie: der Enkeltochter Jan III., Maria Karolina – Herzogin de Bouillon und der Schwiegertochter Maria Józefa – Ehefrau des Prinzen Konstanty. (Zakrzewski u.a. 2008: 138–148)

» Literatur

Zakrzewski, Leszek S./ Walkowski, Zygmunt/ Podlasiecka, Maria (2008): Warszawskie spotkania z Janem III Sobieskim. Warszawa.