Landsteiner, Karl

Text: Johann Heiss

Karl Landsteiner wurde am 30. August 1835 in Stoitzendorf (bei Eggenburg, Niederösterreich) geboren. 1857 trat er in den Piaristenorden ein und studierte an der Universität Wien Theologie, Germanistik, Geschichte und Geographie; ein Jahr lang besuchte er auch die Akademie der bildenden Künste. 1860 wurde Landsteiner zum Priester geweiht. Nachdem er 1865 die Lehramtsprüfung für Deutsch und Geschichte abgelegt hatte, unterrichtete er zunächst am Piaristengymnasium in Krems und 1869 – 1886 am Piaristengymnasium in Wien.

1873 trat er aus dem Orden aus und wurde Weltpriester. 1876 – 1886 war Landsteiner Gemeinderat in Wien, daneben war er auch Mitglied des niederösterreichischen Landesschulrats, Präsident des Wiener Tierschutzvereins und Volksbildner. Auch als Romanautor und Lyriker war Landsteiner erfolgreich. Ab 1886 war er Pfarrer und Probst in Mikulov/Nikolsburg, wo er auch am 3. April 1909 verstarb.

Von Landsteiner stammt die Idee, Bürgermeister Johann Andreas von Liebenberg ein Denkmal zu setzen (siehe “Liebenberg-Denkmal”).

» Ausgewählte Werke Landsteiners

Edmund Fröhlich, der Abenteurer, 1863

Kleine Bilder aus dem Wiener Leben, 1870

Die Kaiserstadt an der Donau, 1896

Edel sei der Mensch, 1897 (gesammelte Gedichte)

Das Leben eines Paria, 1872 (Autobiographie)

» Literatur

Helmut Engelbrecht: Karl Landsteiner. In: Österreichisches Biographisches Lexikon (ÖBL) 1815–1950. Bd. 4 (Lfg. 20, 1969), 434f.

AEIOU: Landsteiner, Karl Pseudonym: Arthur Landerstein, 16.10.09.